Die Kolonialzeit Chiles: Ein Land auf dem Weg zur Unabhängigkeit

| 27. März 2012 | 0 Kommentare

Chile StatueChile ist schon seit vielen Jahrtausenden besiedelt, im 16. Jahrhundert begannen jedoch spanische Konquistadoren die Region zu unterwerfen und errichteten die ersten Siedlungen. Die lange spanische Kolonialzeit Chiles begann und erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelang es den Chilenen schließlich erneut die Unabhängigkeit zu erlangen.






Die ersten Europäer in Chile

Ferdinand Magellan, der Namensgeber der Magellanstraße, betrat im Jahr 1520 als erster Europäer Chile in der Nähe vom heutigen Punta Arenas. Erst im Jahr 1535 gelang es Diego de Almagro samt Gefolgschaft Chile auf dem Landweg über Peru zu erreichen, um dort nach Gold zu suchen. Nachdem sie das Copoapó Tal erreichten, wurden Gefolgsmänner nach Süden entsandt, allerdings wurden sie am Rio Itata von den Mapuche bekämpft und mussten umkehren. Da Almagro in Chile kaum Gold fand, kehrten er und seine Gefolgsmänner nach Peru zurück. Im Jahr 1540 machte sich Pedro de Valdivia von Peru nach Chile auf und gründete trotz heftiger Widerstände die ersten Siedlungen. Seit dem Jahr 1542 gehörte Chile zum spanischen Vizekönigreiche Peru. In den folgenden Jahren gelang es den Spaniern ihr Herrschaftsgebiet immer weiter nach Süden zu erweitern. Nachdem Städte wie zum Beispiel Santiago, Valparaíso und Concepción gegründet wurden, entstand im Jahr 1552 auch Valdivia. Die Mapuche leisteten erneut heftigen Widerstand und im Jahr 1553 wurde Pedro de Valdivia getötet. Nach dem Tod Valdivias wurden die meisten spanischen Siedlungen von den Mapuche zerstört. Infolgedessen kam es zum Arauco-Krieg, der die spanische Besiedelung von Südchile verhinderte. Somit galt der Fluss Biobio ab 1602 als Grenze zum Gebiet der Mapuche, ein Friedensvertrag wurde jedoch erst im Jahr 1641 geschlossen. Lange hielt der Vertrag jedoch nicht.

Chiles Weg zur Unabhängigkeit

Allerdings waren die Indianerangriffe nicht die einzigen Probleme bei der Besiedelung Chiles: Vulkanausbrüche, Tsunamis und Erdbeben hemmten die Entwicklung des Landes zusätzlich. Darüber hinaus kam es im 16. und 17. Jahrhundert immer wieder zu Angriffen von englischen Piraten. Im Jahr 1609 wurde schließlich das Generalkapitanat Chile gegründet, das jedoch immer noch vom Vizekönigreich Peru abhängig war. Erst 1778 wurde das Land zu einem eigenständigen Generalkapitanat mit Handelsfreiheit, gehörte jedoch nach wie vor zum spanischen Königreich. Nachdem Napoléon Bonaparte im Jahr 1808 seinem Bruder zum spanischen Thron verhalf, erhob sich auch in Chile eine dem König treu ergebene spanische Junta und stellte ihr eigenes Heer auf. Der Bürgerkrieg zwischen den liberalen „patriotas“ und den königstreuen „realistas“ hatte begonnen. Im Jahre 1814 endete der Bürgerkrieg mit der Niederlage der Patrioten und Spanien besaß erneut uneingeschränkte Macht. Im Zuge der Reconquista mussten sich die Spanier im Jahr 1817 jedoch endgültig geschlagen geben. Am 12. Februar 1818 proklamierte Chile seine Unabhängigkeit und rund zwei Monate später brach der spanische Widerstand endgültig ein.

Der steinige Weg in die Unabhängigkeit

Chile ist schon seit vielen Jahrtausenden besiedelt, nachdem die Spanier über Peru bis ins heutige Chile vordringen konnten, wurde das Land rasch erobert und besiedelt. Die Indianer in Chile leisteten jedoch erbitterten Widerstand, der lange bis nach der Unabhängigkeit Chiles anhielt. Nachdem Chile im 16. Jahrhundert zur spanischen Kolonie wurde, dauerte es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, bis das Land seine erneute Unabhängigkeit erreichen konnte.

Zum Bild: brinker_m – Fotolia

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Kategorie: Land & Kultur